Selbstgenähte Topflappen: einfache DIY-Nähanleitung aus Stoffresten
- 4. Jan. 2024
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 7. Feb.
Aus Stoffresten schöne Topflappen nähen – ein schnelles DIY-Küchenaccessoire, das praktisch ist, Farben in deine Küche bringt und sich wunderbar als Geschenk eignet.

Aus Stoffresten ein schönes DIY-Küchenaccessoire zaubern
Bist du auf der Suche nach einem schnellen DIY-Geschenk, einem kleinen Mitbringsel oder brauchst du neue Topflappen für deine Küche? Vielleicht möchtest du auch einfach ein paar bunte Akzente in deiner Küche setzen.
Dafür eignen sich selbstgenähte Topflappen perfekt. Wenn du Topflappen selber nähen – kostenlose Schnittmuster schon einmal gegoogelt hast, weißt du: Es gibt unzählige Varianten. Manchmal reicht aber eine ganz einfache, quadratische Form und eine liebevoll erklärte Basisanleitung – genau die bekommst du hier.
In dieser DIY-Nähanleitung zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du aus Stoffresten deine eigenen Topflappen nähen kannst – mit Schrägband oder, wenn du magst, auch als Variante Topflappen nähen ohne Schrägband. Es geht schnell, ist auch für Anfänger gut machbar – und am Ende hältst du ein praktisches Küchenaccessoire in genau deinen Lieblingsfarben in der Hand.
Topflappen selber nähen – kostenlose Schnittmuster & einfache Basisform
Im Internet findest du viele kostenlose Schnittmuster für Topflappen – rund, eckig, herzförmig, mit Taschen oder als Handschuh. Für den Anfang reicht aber eine ganz schlichte, quadratische Form vollkommen aus.
Diese Anleitung:
kommt ohne ausgedrucktes Schnittmuster aus,
lässt sich leicht an deine Wunschgröße anpassen,
ist ideal, um Stoffreste und Vlies zu verwerten,
und eignet sich wunderbar für Nähanfängerinnen.
Wenn du möchtest, kannst du später immer noch andere Formen ausprobieren – die Technik aus dieser Anleitung bildet dafür eine schöne Grundlage.
Material: Das brauchst du für deine selbstgenähten Topflappen
Zum Nähen deiner DIY-Topflappen benötigst du:
Vlieseline – entweder extra hitzebeständige Vlieseline für Topflappen oder alte Handtücher bzw. einen anderen stabilen Stoff als Einlage
zwei quadratische Stoffstücke (ca. 25 x 25 cm) als Ober- und Unterseite
einen ca. 4 cm breiten Stoffstreifen oder fertiges Schrägband zur Einfassung
farblich passendes Garn
Wenn du möchtest, kannst du mit dieser Grundanleitung natürlich auch kleinere oder größere Topflappen nähen – passe die Größe der Quadrate einfach an deine Hände oder deine Töpfe an.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Topflappen nähen
1. Zuschneiden von Stoff und Einlage
Schneide zuerst die Einlage zu:
quadratische Stücke aus der Vlieseline (oder aus deinem Einlagestoff, z. B. einem alten Handtuch)
und zweimal die gleiche Größe aus deinem Oberstoff
Ich habe die Vlieseline für innen doppelt genommen, um sicherzugehen, dass sich später trotz Hitzebeständigkeit niemand die Finger verbrennt. Diese zusätzliche Lage macht die Topflappen noch sicherer...
2. Stofflagen vorbereiten und quilten
Lege nun die Einlage zwischen die beiden Stoffquadrate, sodass:
die schöne Seite des Stoffes nach außen zeigt
die Einlage mittig dazwischen liegt
Jetzt steppst du die drei Lagen mit einem breiten Geradstich zusammen. Je nach Muster des Stoffes kannst du:
diagonal,
parallel zu den Seiten
oder auch kreuzweise absteppen.
Wenn dir konzentrische Kreise am besten gefallen, ist das natürlich auch möglich – nur ein bisschen schwieriger ;-).
Dieses Absteppen verbindet nicht nur alle Lagen, sondern gibt deinen selbstgenähten Topflappen auch die typische, leicht gepolsterte Struktur.
3. Kanten begradigen
Schneide danach die Kanten mit der Schere oder einem Rollschneider so zurecht, dass alle drei Stofflagen bündig aneinander liegen und nichts übersteht. Je sauberer dieser Schritt, desto leichter lässt sich später das Schrägband annähen – und desto ordentlicher wirkt der Abschluss deiner DIY-Topflappen.
4. Schrägband oder Stoffstreifen vorbereiten
Jetzt fehlt nur noch die Einfassung – dann sind deine Topflappen fast fertig.
Wenn du Schrägband verwendest, kannst du es direkt so nutzen.
Wenn du einen Stoffstreifen aus deinem Stoff zugeschnitten hast, bügle ihn zu einem „Schrägband“:
Falte den Stoffstreifen längs in der Mitte,
klappe die offenen Stoffkanten nach innen,
und bügle alles gut fest.
Natürlich kannst du auch einen Schrägbandformer verwenden, aber ein Bügeleisen erfüllt letztlich die gleiche Aufgabe.
5. Topflappen einfassen: Schrägband annähen
Lege nun das vorbereitete Schrägband bzw. den Stoffstreifen an einer Seite deines Topflappens an, stecke oder clippe es fest und nähe es mit einem Geradstich an den Topflappen.
Für die Ecken gibt es mehrere Möglichkeiten:
Du faltest die Ecken im Schrägband (wie auf den Fotos zu sehen), sodass eine schöne, gefaltete Ecke entsteht.
Du rundest die Ecken der Topflappen mit einer Schere ab – so kannst du das Schrägband fortlaufend rundum annähen, ohne an den Ecken falten zu müssen (siehe auch den Blogbeitrag über Topflappen für Kinder).
Wenn du einmal herum bist, schließt du das Schrägband und sicherst die Naht mit ein paar Rückstichen.
6. Rückseite steppen & Aufhängeschlaufe nähen
Drehe den Topflappen nun auf die andere Seite und nähe das Schrägband auch von der zweiten Seite einmal rundherum fest. So erhältst du einen sauberen, stabilen Abschluss.
Das Ende des Schrägbands kannst du als Aufhänger nutzen:
Forme daraus eine kleine Schlaufe,
lege sie in der Ecke an,
und nähe sie mit ein paar Stichen sicher fest.
So kannst du deine selbstgenähten Topflappen später gut sichtbar in der Küche aufhängen – und sie sind immer griffbereit, wenn du sie brauchst.
Topflappen nähen ohne Schrägband – einfache Alternative
Vielleicht möchtest du deine Topflappen nähen ohne Schrägband, weil du kein Band zuhause hast, es dir zu fummelig ist oder du einen ganz reduziert-eingerahmten Look magst. Das ist problemlos möglich – und sogar sehr anfängerfreundlich.
So geht’s:
Schneide deine Stoffquadrate etwas größer zu, z. B. 27 x 27 cm.
Lege zwei Stofflagen rechts auf rechts aufeinander und die Einlage oben drauf.
Nähe einmal rundherum, lass dabei an einer Seite eine Wendeöffnung von ca. 5–7 cm.
Schneide die Nahtzugabe an den Ecken leicht zurück, wende den Topflappen durch die Öffnung.
Bügle alles schön glatt und schlage die Nahtzugabe an der Öffnung nach innen ein.
Steppe knappkantig einmal rundherum – dabei schließt du die Wendeöffnung automatisch.
Quilte anschließend nach Wunsch noch ein paar Linien oder ein Raster in die Mitte.
So bekommst du Topflappen ohne Schrägband, mit klarer Kante und ganz schlichtem Rand – eine wunderbare Möglichkeit, wenn du es minimalistisch magst oder einfach das Material nutzen möchtest, das du da hast.
Mit Farben Akzente setzen: Topflappen als kleine Küchenfreude
Geschafft! Viel Spaß beim Kochen, Backen oder einfach beim Anschauen deiner Kreationen.
Mit dem Nähen von Topflappen kannst du genau die Farben in deine Küche bringen, die dir guttun – ob zurückhaltende Naturtöne oder fröhliche Akzentfarben. In warmem Sonnengelb, zarten Minttönen oder ruhigem Salbeigrün werden sie zu kleinen Farbtupfern im Alltag, die dich jeden Tag leise begleiten.
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So entsteht nach und nach eine kleine Sammlung aus handgemachten Alltagsbegleitern, die dein Zuhause wärmer, persönlicher und ein Stückchen magischer machen.
Eine Umarmung und bis bald!
















































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